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Kurempfehlung
Erfahrungsbericht einer Patientin:
Bei mir wurde 2003 die Diagnose Brustkrebs gestellt. Ich wurde
brusterhaltend operiert und habe danach die meistens übliche Prozedur
der Chemo- und Strahlentherapie durchlaufen. Schon im Krankenhaus wurde
ich auf eine Kur nach Abschluss der Behandlungen hingewiesen und auch
bereits ein Antrag gestellt
Da ich beamtet bin, mussten vorher aber die Kostenbeteiligungen abgeklärt
werden, was sich als sehr schwierig erwies. Es war auf jeden Fall so,
dass ich eine Kur nach dem ganzen Hick-Hack schon abgeschrieben hatte.
Es fügte sich aber dann doch so, dass ich Anfang August 2004, knapp
2 Wochen nach Ende der Bestrahlung losfahren konnte. Ich bin nicht mit
großer Begeisterung losgegangen, zumal ich mich wegen der sommerlichen
Temperaturen dazu entschlossen hatte, meine Perücke im Schrank zu
lassen.
Die Kur war für mich ein voller Erfolg. Die Therapien wurden aufmeinen
Allgemeinzustand und meine Wünsche abgestimmt. Freiwillig ging es
zusätzlich fast jeden Tag vor dem Abendessen ins Hallenbad. Da mein
Zimmer im 6. Stock lag, habe ich mir eine zusätzliche
Bewegungstherapie verordnet und bin fast ausnahmslos zu Fuß gegangen.
Ich blühte von Tag zu Tag mehr auf, die Kräfte und die Lust
am Leben kehrten endlich wieder.
Ich war in einer sogenannten Krebsklinik. Ich würde jeder
Frau empfehlen, in so eine Spezialkureinrichtung zu gehen. In Gesprächen
zuhause habe ich öfters die Angst herausgehört, 3 Wochen oder
länger
nur mit Krebskranken zusammen zu sein. Aus meiner Erfahrung ist diese
Angst unbegründet. Ich habe mich oft gewundert. wie gut alle aussahen
und wie gut es ihnen ging. Außerdem wurde ich auch ganz bescheiden,
wenn ich in Gesprächen von schlimmeren Krankheiten hörte.
Diese Gespräche fanden natürlich auch statt, aber es war nicht
die Mehrzahl der geführten Gespräche.
Gerade die Therapien waren super abgestimmt und ich habe Dinge gelernt,
von denen ich im Krankenhaus noch nichts gehört hatte.
So wurden mir zwar Lymphknoten entfernt, über Auswirkungen und Verhaltensweisen
wurde ich aber nicht aufgeklärt.
Da ich überhaupt keine Probleme mit meinen Arm hatte, wäre ich
nie auf die Idee gekommen, dass sich das auch einmal ändern kann.
Bei der Krankengymnastik wurden wir über den Lymphfluss aufgeklärt
und immer wieder darauf hingewiesen , dass der Lymphfluss auch nach Jahren
noch gestört sein kann.
Diese Informationen wurden so einprägend abgegeben nicht um uns Angst
zu machen, sondern um uns klar zu machen, dass wir durch entsprechende
Übungen und Verhaltensweisen selbst viel für unsere Gesundheit
tun können.
Also, mit frischem Mut auf zur Reha-Kur !
Ich wünsche jeder betroffenen Frau einen guten Erfolg.
(Autorin
ist der Beratungsstelle bekannt)
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